„Sünner Klaas“ Ollig Braak teilte viele Geschenke aus

06.12.2021: Ollig Braak aus Ostrhauderfehn vollendet am zweiten Weihnachtstag in diesem Jahr seinen 96.Geburtstag. Dieses sehr hohe Alter merkt man dem rüstigen ehemaligen Viehhändler nicht an. Wenn man mit ihm spricht sind seine Erinnerungen an alte Zeiten so lebendig. Hierzu zählen auch die Gedanken an seine Nikolaus-Auftritte in den 1960er Jahren in der damaligen oberen Ostrhauderfehner 2.Südwieke, der heutigen Kirchstraße.

Ursprünglich wollte Ollig Braak seinen beiden Töchtern Olga (verheiratete Wulf) und Theda (verheiratet Vahl) und einigen Nachbarskindern mit seinem Nikolaus Auftritt eine Adventsfreude bereiten. Dieser Nikolausbesuch sprach sich schnell rum und erfreute sich immer größerer Beliebtheit. Im Laufe der Jahre kamen weit über 100 Kinder mit ihren Eltern zusammen, um den hohen Gast im Schein eines großen geschmückten Tannenbaumes zu begrüßen. Der Andrang war dann so groß, dass die Polizisten Jan Zuidema und Alwin Harders den Verkehr der Kraftfahrzeuge regeln mussten.

Als am dunklen Abend des Nikolaustages der Ton einer kleinen Glocke erklang rief die versammelte erwartungsfrohe Kinderschar „He kummt! Sünner Klaas kummt!“ Auf einem Pferd ritt der Ausrufer (Wulf Graef), der eine Glocke läutete, heran und kündete das Kommen des Nikolaus an. Mit mächtig wallendem Bart, im roten Purpurmantel, stand Sankt Nikolaus dann in einer von zwei Schimmeln gezogenen buntgeschmückten Kutsche (gelenkt von Alfred Krienke) und begrüßte die vielen Kinder. Sein schwarz geschminkter Knecht Ruprecht kam mit einem prallgefüllten Sack hinter der Kutsche hergestapft. Diese Rolle spielte der befreundete damalige Idafehntjer Landarzt Jürgen Graef.

Nachdem die Kinder ein Weihnachtslied gesungen hatten und das Versprechen gaben, immer brav zu sein, wurde der Geschenkesack geöffnet. Die von den Eltern zuvor bei Ollig und Wilma Braak abgegebenen zahlreichen Tüten und Päckchen verteilte der freundlich dreinschauende Nikolaus. Mit einem vielstimmigen „Ja“ beantworteten die Kinder die Frage des Nikolaus, ob er im nächsten Jahr wiederkommen solle. Viele Jahre lang war der Nikolaus ein gern gesehener Gast in der Kirchstraße.

Von Frank Groeneveld

Bildtext: Ollig Braak erinnert sich noch gut an seine Auftritte als Nikolaus (Foto: F.Groeneveld).

+++ Vor 130 Jahren: Standort für Petruskirche Ostrhauderfehn wird 1891 festgelegt +++

„Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt“
Aus diesen Entscheidungen heraus entstand vor mehr als einem halben Jahrhundert in der Mitte der Wunsch, eine eigene ev.-luth. Kirchengemeinde zu werden und einen eigenen Prediger und Seelsorger zu erhalten, dem zugleich die Aufgabe zu stellen sei, die Gemeinde zum Bau eines Gotteshauses zu verhelfen. … (Dies waren die einleitenden Worte von Pastor Fimmen, die er anlässlich des Bestehens unserer Kirchengemeinde 1939 in einem Brief übersandt hat)
Unsere Kirche in Ostrhauderfehn hat viele Stürme in den Zeiten ihres Bestehens überstanden, wie aktuell die Corona Pandemie, die viele Gläubige daran hindert in der Kirche verweilen zu dürfen, bzw. nur unter Einhaltung eines Hygienekonzeptes.

Wir wissen aus den Gründungsunterlagen unserer Kirchengemeinde, dass der Zusammenhalt für die Gründung innerhalb der Bevölkerung groß war. Bei der Standortfrage der Kirche, traten jedoch viele Interessen Einzelner hervor, wie Frau Fimmen in ihren Erinnerungen es auch beschreibt: “…Da die Gemeinde sich absolut nicht über den Bauplatz einigte, und jener Vorschlag eines recht abergläubischen Mannes doch wohl auch nicht gut durchführbar war, es ähnlich zu machen, wie vor einigen hundert Jahren im Nachbarort (Rhaude), nämlich die Kirche dahin zu setzen, wo zwei zu gleicher Zeit freigelassene Ochsen zusammen stehen bleiben würden ...“

Laut einem Situationsplan aus dem Jahr 1886 von J.v. Grünefeld,( Landesarchiv Rep.244,C`07207), können wir sehen wo ein Kirchenbau geplant war. Für die wirtschaftlichen Interessen einiger war sicherlich der Platz am Kreuzungspunkt von Vorteil, wäre es so geschehen, würde die Kirche heute an der Hauptstraße 50 (Praxis Dr. Kröger) stehen.
Eine weitere Idee war die Kirche gegenüber dem heutigen Standort (langjährig befand sich hier das Brautstudio Gerdes) zu errichten und es wurde auch überlegt, den Bau in der heutigen Kirchstraße westlich, zwischen der heutigen Hoffmannstraße und Gartenstraße zu bauen.

Im Februar 1891 kam zur Klärung des Standortes eine Kommission aus Mitgliedern des königlichen Konsistoriums und der Auricher Regierung zusammen. Vor genau 130 Jahren entschied man sich also bei einer Ortsbesichtigung für den heutigen Standort (damals das Schoon`sche Kolonat) Laut Versicherungswert der Brandkasse, muss hier zu damaliger Zeit nur ein Eenkökenhus gestanden haben.

Von Heiner Hülsebusch

Auf dem obigen Situationsplan von Ostrhauderfehn sind die möglichen Standorte für die geplante Kirche eingetragen.

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21.11.2019: Die Vorstellung des Bildbandes „Ostrhauderfehn damals“ durch die Autoren Frank Groeneveld, Heiner Hülsebusch und Georg Kloppenburg wollten viele Bürger aus Ostrhauderfehn, aber auch der Umgebung, miterleben. So konnte der Vorsitzende des Vereins „Overledinger Geschichte“, Heiner Hülsebusch, neben Bürgermeister Günter Harders und Vertretern der Sparkasse LeerWittmund, der Raiffeisenbank Strücklingen-Idafehn und der Volksbank Westrhauderfehn etwa 140 Personen im vollbesetzten Ratssaal begrüßen. Er bedankte sich bei den Sponsoren, zu denen auch der Landkreis Leer gehört, für die finanzielle Unterstützung zur Erstellung des Bildbandes.

Frank Groeneveld informierte anschließend über die Entstehungsgeschichte und Ziele des Vereins „Overledinger Geschichte“ und die Zusammenhänge mit dem „Arbeitskreis Familiengeschichtliche Heimatforschung im Overledingerland“.

Georg Kloppenburg informierte die Besucher mit einem Bildervortrag über die Inhalte und Schwerpunkte des Bildbandes und steigerte die Spannung mit einigen Fotos, die nach seiner Aussage bedauerlicherweise „der Straffung des Buches zum Opfer fielen“.

Im Anschluss daran überreichte Heiner Hülsebusch das erste Buchexemplar an Bürgermeister Harders, um dann den Kauf für alle freizugeben. An diesem Abend konnte der Bildband für 10,- erworben werden, dieser Preis galt auch für vorbestellte Bücher. Seit Freitag werden die Bildbände im Buchhandel (Fehnbuch in Westrhauderfehn und Schlörmann in Ostrhauderfehn) für 15,- verkauft.

Wegen der großen Nachfrage sind die Bücher aktuell allerdings ausverkauft. Der Nachdruck wurde in Auftrag gegeben und wird etwa Mitte Dezember vorliegen.

Großes Interesse am neuen Bildband "Ostrhauderfehn damals" herrschte während der Buchvorstellung.

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13.11.2019: Das Jahr des Jubiläums „250-Jahre-Ostrhauderfehn“ neigt sich dem Ende zu. Nach den diversen Feiern soll die Vorstellung eines historischen Bildbandes mit dem Titel „Ostrhauderfehn damals“ den Abschluss dieses besonderen Jahres darstellen.

Das Buch, welches der Verein Overledinger Geschichte e.V. herausgibt, ermöglicht dem Leser auf 160 Seiten einen facettenreichen Einblick in die ältere und jüngere Geschichte des Fehnortes. Die drei Autoren Frank Groeneveld, Heiner Hülsebusch und Georg Kloppenburg haben mit Unterstützung zahlreicher Fehntjer eine historisch fundierte und den-noch lebendige Dokumentation mit mehr als 400 Fotos, Zeitungsinseraten, Urkunden usw. zusammengestellt.

Die Vorstellung des Bildbandes „Ostrhauderfehn damals“ beginnt am Donnerstag, den 21.November 2019 um 19.00 Uhr im Rathaus Ostrhauderfehn.

Ein Exemplar kostet an diesem Abend 10,00 €. Dies gilt auch für vorbestellte Bücher. Anschließend können Interessierte den Bildband für je 15,00 € bei der Buchhandlung Schlörmann (Ostrhauderfehn) und der Buchhandlung Fehnbuch (Westrhauderfehn) erwerben.

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Motivwagen kam gut an
23.06.2019: Anlässlich des diesjährigen 250-jährigen Jubiläum Ostrhauderfehns wurde von Mitgliedern des Kirchenvorstandes der Ostrhauderfehner Kirchengemeinde und des Vereins Overledinger Geschichte e.V. ehrenamtlich ein Motivwagen für den Festumzug erbaut. Das Motiv auf dem Wagen stellt modellhaft die alte Schule am Untenende in Ostrhauderfehn um 1900 dar. Sie stand dort von 1843 bis 1945 beim dortigen Friedhof. Die Inneneinrichtung wurde freundlicherweise vom Schulmuseum Folmhusen zur Verfügung gestellt.


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Der Verein

Moin, moin, herzlich Willkommen auf unserer Internetseite.
Viel Spaß beim Stöbern.

Heiner Hülsebusch,
1. Vorsitzender

Beitrittserklärung

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Termine

  • 20.11.2021 | 14:30 Uhr | Die Mitglieder des Arbeitskreises „Familiengeschichtliche Heimatforschung im Overledingerland" befassen sich im Vereins- und Gemeindezentrum (Schule II), Kirchstraße 221, Ostrhauderfehn mit regionaler Geschichte. Im Laufe des Nachmittages wird Hermann Adams (Ihrhove) den Vortrag „Das Kriegsende 1945 im nördlichen und westlichen Overledingerland“ halten.Für die Teilnahme gelten die 2-G-Regeln.

  • 03.10.2021 | 13:00 Uhr | Mühle Burlage | In der 1824 erbauten Burlager Mühle an der Landesstraße wird die Fotoausstellung „Ein Stück Zeitgeschichte aus 700 Jahren Burlage“ eröffnet, in der Aufnahmen vom Leben der Burlager in verschiedenen Situationen aus dem vergangenen Jahrhundert zu sehen sind. Ebenso kann das in der Mühle befindliche heimatkundliche Museum besichtigt werden.

  • 16.10.2021 | 14:30 Uhr | Die Mitglieder des Arbeitskreises „Familiengeschichtliche Heimatforschung im Overledingerland" befassen sich im im Gulfhaus Ostrhauderfehn; Leda-Jümme-Weg 8, mit regionaler Geschichte. Im Laufe des Nachmittages wird Heinz Giermanns den Vortrag „Über die Bedeutung des Langholter Johanniterklosters für die Fehnentwicklung“ halten. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.

  • Die Gemeinde Ostrhauderfehn lädt herzlich ein zur virtuellen Eröffnung des Vereins- und Gemeindezentrums Ostrhauderfehn (= alte Schule II) am Freitag, dem 19. März 2021 um 19.00 Uhr. Die Eröffnung erfolgt live auf dem facebook Account der Gemeindeverwaltung Ostrhauderfehn. Auch der Verein Overledinger Geschichte, welcher Räumlichkeiten im Vereinsheim erhält, wird sich bei der Einweihung vorstellen.

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