19.01.2019: Albrecht Weinberg zu Gast bei Geschichtsforschern

Äußerst gut besucht war am heutigen Samstagnachmittag das Januartreffen des Arbeitskreises „Familiengeschichtliche Heimatforschung im Overledingerland“ im alten Fehnhaus Ostrhauderfehn. Als besonderen Gast konnte der Leiter des Geschichtskreises, Frank Groeneveld, diesmal Albrecht Weinberg begrüßen.

Zu Beginn des Treffens wurden geschichtliche Neuigkeiten aus der Region besprochen, u.a. einige Veranstaltungen zum diesjährigen Jubiläum der beiden Fehnorte Westrhauderfehn und Ostrhauderfehn. In der Teepause gab es leckere „Öljeflurten“, die Hillene Otten gebacken hatte.

Danach erhielt Heinz Giermanns das Wort. In einen Referat beschrieb er den Lebenslauf von Albrecht Weinberg und dessen Familie. Anschließend beantworte der 93-jährige Weinberg eine gute Stunde lang geduldig und ausführlich die Fragen der Heimatforscher.

Die jüdische Familie Flora und Alfred Weinberg wohnte seit 1920 am Untenende Westrhauderfehns, wo der Vater einen Viehhandel betrieb. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus änderte sich auch hier die Stimmung im Alltag spürbar. Still wurde es im Fehnhaus, als Albrecht Weinberg von den erlittenen Repres-salien durch Mitschüler und Nachbarn berichtete. Später zog die Familie nach Leer um und wurde von dort aus nach dem Novemberprogrom 1938 in verschiedenen Konzentrationslagern interniert. Mit Glück überlebten er und seine beiden Geschwister diese Leidenszeit. In der Nachkriegszeit wanderte Albrecht Weinberg mit seiner Schwester Friedel in die USA aus. Erst im Zuge des Besuches ehemaliger jüdischer Mitbürger in Leer 1985 entstanden wieder Kontakte nach Ostfriesland. Seit 2012 wohnt Albrecht Weinberg in Leer.

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Heiner Hülsebusch,
1. Vorsitzender

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Termine

  • Von Ziegeln, Krieg und Prozessen: Spannende und beeindruckende Erinnerungen hat der Autor Heinz J. Giermanns in der jetzt vorliegenden 27. Ausgabe seines Magazins „Fehn-Leuchten“ zusammengetragen. Auf 20 Seiten wird die Geschichte der Ziegelei in Langholt beschrieben. Die Leser erfahren zudem, wie der Zweite Weltkrieg nach Folmhusen kam, wie sich ein ehemaliger Pimpf an die Kämpfe in Ostrhauderfehn erinnert und warum sich der Hauptlehrer Ernst Gottschalk mit dem Arzt Dr. Peter Visher vor Gericht gestritten hat. Interessant ist auch die Geschichte von Thee Uden Elsen, dem letzten Fährmann über die Jümme bei Neuburg.

  • 17.08.2019 | 17.00 Uhr | im Garten von Mine Oltmanns.Anmeldung erbeten.

  • 28.06.2019 | 19.00 Uhr | Der Ahnenforscher Georg Stapelfeld lädt zum zweiten Vortrag über Dr. Johann Christian Reil und der ersten Vorstellung der Ortsfamilienbücher Rhaude und Westrhauderfehn ins Gemeindehaus der Hoffnungskirche in Westrhauderfehn ein. (Die offizielle Buchvorstellung erfolgt in 2020, genauere Termine werden noch bekannt gegeben).  

  • 02.07.2019 | 20.00 Uhr | Ein Verein zur Förderung und Erhaltung der Burg Stickhausen soll im Rathaus in Filsum gegründet werden.

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