+++ Zeitzeugen erinnerten an Zerstörung des Kirchturmes 1945 +++

24.04.2019: Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Ostrhauderfehn lud aus Anlass des 250-jährigen Fehnjubiläums zu einem Erzählabend in ihr Gemeindehaus ein. Hierzu konnte Pastor Holger Rieken rund 40 Besucher begrüßen. Es sollte an diesem Abend an ein einschneidendes Ereignis für die Kirche Ostrhauderfehn erinnert werden: an die kriegsbedingte Zerstörung des Kirchturmes und Teile der Kirche durch deutsche Soldaten am 24.April 1945.

Zur Einführung zeigte Heiner Hülsebusch, Vorsitzender des Vereins „Overledinger Geschichte“, Bilder aus der Zeit vor und nach der Turmsprengung, sowie vom Wiederaufbau 1955. Einige Gemeindemitglieder, welche damals die letzten Tage des Kriegs miterlebt hatten, wie z.B. Günter Tinnemeyer und Grete Pranger, berichteten aus ihren Erinnerungen. Weitere Zeitzeugen ergänzten diese Erzählungen.

Gestalteten den Abend (v.l.) Günter Tinnemeyer, Heiner Hülsebusch, Grete Pranger und Pastor Holger Rieken (Foto: Groeneveld)

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+++ Schulweg sollte vereinfacht werden +++

23.03.2019: Die Geschichte der heutigen Middendorfstraße in Ostrhauderfehn stand im Mittelpunkt des Treffens des Arbeitskreises „Familiengeschichtliche Heimatforschung im Overledingerland“, zu welchem Frank Groeneveld vor kurzem im Fehnhaus Ostrhauderfehn rund 40 Teilnehmer begrüßen konnte. Nach dem Austausch von heimatgeschichtlichen Neuigkeiten und der Besprechung verschiedener Fotos der 200-Jahr-Feier Ost- und Westrhauderfehns, erhielt Georg Kloppenburg das Wort.

Er zeichnete in seinem Vortrag über die Geschichte der Middendorfstraße die Entwicklung von einem Sandweg über einen Schlackenweg bis zur gut ausgebauten innerörtlichen Straße nach. Anhand etlicher Zeitungsnotizen und Fotos verdeutlichte er die Bemühungen der Gemeindeverwaltung durch den Ankauf eines Landstreifens von Franz Middendorf im Jahre 1938, den Schulweg für die Schulkinder zu vereinfachen.

Georg Kloppenburg während seines Vortrages über die Geschichte der Middendorfstraße

 

23.02.2019: Heimatforscher sprachen über "Lüttje Lü"

Genau 40 Heimatforscher nahmen am heutigen Samstagnachmittag am Februartreffen des Arbeitskreises „Familiengeschichtliche Heimatforschung im Overledingerland“ im alten Fehnhaus Ostrhauderfehn teil. Als besonderen Gast konnte der Leiter des Geschichtskreises, Frank Groeneveld, diesmal den Landesdenkmalpfleger i.R. Hermann Schiefer begrüßen.

Zu Beginn des Treffens wurden geschichtliche Neuigkeiten aus der Region besprochen. Angesichts des 260.Geburtstages von Dr. Johann Reil, des bekannten Rhauder Sohnes, berichtete Helma Heinze über die Geschichte des ersten Reilstiftes. Es handelte sich dabei um ein Gulfhaus, welches 1865 auf Initiative von Enno Stellwagen, Pastor zu Rhaude, aufgrund des damals bereits herrschenden Pflegenotstandes in Marienheil an der Hauptraße nach Collinghorst errichtet wurde. Einige Namen der hier gepflegten Personen konnten anhand des Kirchenbuches ermittelt werden. Wegen mangelnder finanzieller Unterstützung wurde das Stellwagen’sche Reilstift 1886 an eine Privatperson verpachtet und später verkauft.

In der Teepause gab es leckere „Öljeflurten“, die Günter Lüken gebacken hatte. Anschließend erhielt Hermann Schiefer das Wort. In seinem Vortrag zum Thema „Lüttje Lü - über das Wohnen und Arbeiten der kleinen Leute in Ostfriesland“ ging er passend zum 250jährigen Fehnjubiläum auf das einfache Leben der Landarbeiter und Moorkolonisten ein. Ihr Alltag war bestimmt von langen Arbeitstagen in kärglichen Unterkünften. In der vorindustriellen Zeit wäre beispielsweise die Moorkolonisierung ohne eine Vielzahl von Arbeitern nicht möglich gewesen. Hierbei machte er auch auf die starke soziale Schichtung zwischen den Grundbesitzern der großen Marschenhöfe und den Lohnabhängigen deutlich. Anhand beeindruckender Fotos ging er auf die Veränderungen in der Lebens- und Arbeitsweise ein, welche sich erst nach dem 2.Weltkrieg merklich änderten.

Mit viel Beifall bedankten sich die Mitglieder des Arbeitskreises für den Vortrag.

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19.01.2019: Albrecht Weinberg zu Gast bei Geschichtsforschern

Äußerst gut besucht war am heutigen Samstagnachmittag das Januartreffen des Arbeitskreises „Familiengeschichtliche Heimatforschung im Overledingerland“ im alten Fehnhaus Ostrhauderfehn. Als besonderen Gast konnte der Leiter des Geschichtskreises, Frank Groeneveld, diesmal Albrecht Weinberg begrüßen.

Zu Beginn des Treffens wurden geschichtliche Neuigkeiten aus der Region besprochen, u.a. einige Veranstaltungen zum diesjährigen Jubiläum der beiden Fehnorte Westrhauderfehn und Ostrhauderfehn. In der Teepause gab es leckere „Öljeflurten“, die Hillene Otten gebacken hatte.

Danach erhielt Heinz Giermanns das Wort. In einen Referat beschrieb er den Lebenslauf von Albrecht Weinberg und dessen Familie. Anschließend beantworte der 93-jährige Weinberg eine gute Stunde lang geduldig und ausführlich die Fragen der Heimatforscher.

Die jüdische Familie Flora und Alfred Weinberg wohnte seit 1920 am Untenende Westrhauderfehns, wo der Vater einen Viehhandel betrieb. Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus änderte sich auch hier die Stimmung im Alltag spürbar. Still wurde es im Fehnhaus, als Albrecht Weinberg von den erlittenen Repres-salien durch Mitschüler und Nachbarn berichtete. Später zog die Familie nach Leer um und wurde von dort aus nach dem Novemberprogrom 1938 in verschiedenen Konzentrationslagern interniert. Mit Glück überlebten er und seine beiden Geschwister diese Leidenszeit. In der Nachkriegszeit wanderte Albrecht Weinberg mit seiner Schwester Friedel in die USA aus. Erst im Zuge des Besuches ehemaliger jüdischer Mitbürger in Leer 1985 entstanden wieder Kontakte nach Ostfriesland. Seit 2012 wohnt Albrecht Weinberg in Leer.

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Sütterlin: Kursus in Idafehn

Der Verein Overledinger Geschichte plant einen neuen Sütterlinkursus in der Mühle in Idafehn. Vorgesehen sind zwei Unterrichtstage und zwar an den Sonnabenden 09. und 16. Februar 2019, jeweils von 10 bis 14 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 35 Euro. Anmeldungen nimmt Vorsitzender Heiner Hülsebusch unter Telefon 04952/994073 entgegen.

Zum Inhalt des Kursus schreibt Dozentin Andrea Mohrhusen: „Oma und Opa konnten sie noch, die gute alte Sütterlinschrift. Die Generation, die es in der Schule gelernt hat, gibt es nicht mehr. Aber es gibt immer noch Schätzchen in Sütterlin, zum Beispiel geerbte Feldpostbriefe oder Poesiealben und Kochbücher. Weiterhin interessieren sich immer mehr Menschen für ihre Wurzeln und betreiben Ahnenforschung. Auch hierbei stößt man irgendwann an seine Grenzen, weil die alten Einträge in Sütterlinschrift geschrieben wurden. Im Kursus beginnen wir ganz von vorn und lernen Sütterlin von der Pike auf. An zwei Vormittagen werden die Kenntnisse vermittelt, dabei wechseln sich Schreib- und Leseübungen ab.“

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Der Verein

Moin, moin, herzlich Willkommen auf unserer Internetseite.
Viel Spaß beim Stöbern.

Heiner Hülsebusch,
1. Vorsitzender

Beitrittserklärung

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Termine

  • 14.05.2019 | 20.00 Uhr | Der Autor und Heimatforscher Heinz J. Giermanns informiert aus Anlass der 250-Jahr-Feier von Westrhauderfehn über das Schulwesen Westrhauderfehns. "Bildung mit Bibel und Rohrstock" ist das Thema. Das Verhältnis von Schule und Kirche ist ebenso spannend wie die Entwicklung des vielfältigen Schullebens, das es so in anderen Gemeinden nicht gegeben hat.Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr in der Gaststätte "Verlaatshus" an der Straße "Am Deich" in Westrhauderfehn.Der Eintritt ist frei.

  • 11.05.2019 | 10.00 Uhr | Die Ostfriesische Landschaft begeht den traditionellen Oll' Mai in diesem Jahr mit einer Tagung in der Kirche in Westrhauderfehn. Das Thema lautet "Ostfriesische Fehnkultur: Geschichte, Gegenwart und Zukunft". Mehrere hochkarätige Referenten werden Vorträge dazu halten, u.a. der frühere Landesdenkmalpfleger Hermann Schiefer. Anmeldungen bei der Ostfriesischen Landschaft.

  • 18.05.2019 | 13.00 Uhr | Der Arbeitskreis "Familiengeschichtliche Heimatforschung im Overledingerland" besucht diesmal Aurich.

  • 16.04.2019 | 20.00 Uhr | Der Autor und Heimatforscher Heinz J. Giermanns informiert aus Anlass der 250-Jahr-Feier von West- und Ostrhauderfehn über die Bedeutung der Fehnschifffahrt sowie über den Schiffbau auf dem Fehn und die Arbeit der Zulieferbetriebe. Dabei wird deutlich werden, dass die Fehnschifffahrt sowohl die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Heimat schuf als auch mit großen Gefahren verbunden war. Hunderte Fehntjer ließen auf See ihr Leben. Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr in der Gaststätte "Verlaatshus" an der Straße "Am Deich" in Westrhauderfehn.Wer mag, kann sich zuvor ab 19.00 Uhr mit einem typisch ostfriesischen Essen stärken; hierzu…

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